.Net Day Franken 2017 – Workshop

Diesmal gab es zum .NET Day Franken auch noch einen Workshop Tag. Ich habe mich für den Vortag angemeldet, bei dem die größte Wahrscheinlichkeit bestand, endlich mal die HoloLens auszuprobieren 😉

Mein erster Workshop

Vielleicht war ich etwas blauäugig. Mein erster Workshop. Das sagt eigentlich der Name schon. Man arbeitet was. Und was braucht man als Entwickler. Einen PC bzw. wenn man auf reisen geht einen Laptop. Wir haben bei uns im Büro aber vor einigen Jahren auf Desktop PCs umgerüstet. Daher hatten wir bei uns am Standort eigentlich keine Laptops zur Verfügung. Als dann vier Tage vor dem Workshop die Info kam, was wir dafür braucht, brach Panik aus.

Abgesehen davon, dass ich keinen Laptop habe, war die nächste Hürde Windows 10 (vom Creators Update mal ganz zu schweigen). Bei uns ist Windows 7 Unternehmensstandard. Und Standards sind in unserer Größenordnung durchaus wichtig! Also von meinen Kollegen in München schnell einen Windows 10 Laptop organisiert. Erster Check: Kann der Hyper-V, denn wenn nicht fällt der gleich flach. *phu*. Geht. Glück gehabt. Visual Studio 2015 installiert (Findet man natürlich jetzt auch keinen Installer mehr. Gut, dass wir ein MSDN Abo haben). Visual Studio 2017 installiert. (Man sollte am besten beides drauf haben). Bei der VS2017 installation habe ich dann gleich Unity mit installiert. Der Workshop rückte immer näher. Am Ende fehlte nur noch der Emulator. Doch was ist das. Er verweigerte die Installation weil Hyper-V nicht genutzt werden kann? Aber der Laptop kann das doch? Ja, der Laptop schon – aber nicht Windows 10 Home. Sollte ich so kurz vor’m Ende scheitern? Glücklicherweise gibt’s im MSDN Abo auch Windows 10 Pro Keys.
Ich habe nicht mit gestoppt, wie lange ich für die Einrichtung gebraucht habe. Dafür, dass der Laptop eine Woche später wieder auf Werkseinstellungen zurückgesetzt wird …

HoloLens trifft Cognitive Services

Für mich kamen für den Workshop Tag erst mal nur zwei Vorträge in Frage. Die Entscheidung wurde mir abgenommen, nachdem meine Kollegen in dem anderen Workshop waren. Natürlich wollten wir auch so viele Infos wie möglich für unsere Firma mit nach Hause bringen, auch wenn wir für die HoloLens im Moment bei uns noch keinen Anwendungsfall haben. Daher habe ich mich für HoloLens trifft Cognitive Services von Jan Schweda und Marco Richardson angemeldet. Das Highlight war ganz klar: Ich konnte mal die HoloLens ausprobieren. Das alleine hat sich schon gelohnt :).

Zuerst gab es eine kleine Einleitung über die Unterschiede von Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality und die eingesetzte Technik in der HoloLens. Dann durfte erst einmal jeder die HoloLens ausprobieren, damit jeder mal ein Gefühl dafür bekommt, um was es in den nächsten Stunden genau geht. Danach stiegen wir auch sofort in die Entwicklung ein. Den Großteil davon macht man in Unity. Da noch keiner richtig viel mit Unity gemacht hatte, waren die Erklärungen recht ausführlich, so dass jeder die Schritte auch gut nachvollziehen konnte. Schön war auch, dass gleich mal auf die wichtigsten Fallstrike hingewiesen wurde. Es wurde dann auch darauf eingegangen, wie man die konfigurierten Verhaltensweisen in Unity über das Visual Studio und C# anpassen kann. Schnell hatten wir dann in unserem Beispiel auch gleich einen kleine Gestensteuerung implementiert. Die Zeit verging wie im Flug. Am Nachmittag zeigte uns dann noch Jan, was man mit den Cognitive Services alles machen kann. Bilder erkennen, Sprache analysieren, … Das war ja teilweise letztes Jahr beim .NET Day schon in der Keynote Thema. (Allerdings natürlich ohne Code Samples und praktische Beispiele). In Kombination mit der HoloLens ergeben sich da ganz viele Möglichkeiten. Ich bin gespannt, wie sich das alles weiter entwickelt. Im Verlauf des Workshops wurden auch einige Beispiele genannt, für welche Szenarien man die HoloLens heute schon ansetzen kann und vor allem auch, für welche Szenarien sie sich nicht einsetzen lässt. Insgesamt ein rund um gelungener Workshop.

Um jetzt noch den Kreis zu schließen und zum eingehenden Absatz zurückzukehren: Die Vorbereitungszeit für den Workshop hat mich deutlich mehr Zeit gekostet als die Zeit, die wir den Laptop verwendet haben. Doch das war mich vorher auch schon klar 🙂